Es ist nicht lange her, da wurden wichtige Berichte bei DMK oft mit viel Handarbeit erstellt.
Auch wenn man sich Sisyphus als einen glücklichen Mann vorstellen sollte, hieß das, Zahlen aus unterschiedlichen Quellen zusammensuchen, Tabellen miteinander vergleichen und Daten in Excel-Dateien übertragen.
Allein das Zusammentragen der Informationen für das Management-Informationssystem konnte fast eine Woche dauern. Dabei tauchte immer wieder dieselbe Frage auf: Sind das wirklich schon die richtigen Zahlen – oder gibt es irgendwo noch eine aktuellere Version? Der Grund war einfach: Daten lagen in verschiedenen Systemen, Dateien oder Auswertungen vor. Vieles musste manuell zusammengeführt werden. Das kostete Zeit und machte den Prozess anfällig für Fehler.
Heute sieht das deutlich anders aus. Und genau hier kommt Data Management ins Spiel. Im Kern geht es um eine einfache Idee: Die richtige Information soll zur richtigen Zeit bei den richtigen Menschen ankommen – und zwar in verlässlicher Qualität. Klingt selbstverständlich, ist aber in großen Unternehmen alles andere als trivial. Bei DMK wurde hierfür vor vier Jahren ein eigener Fachbereich aufgebaut, um Kompetenzen an der Schnittstelle zwischen IT und Business zu bündeln: Business Intelligence & Data Analytics.
Denn jeden Tag entstehen bei DMK viele Daten. Kolleginnen und Kollegen beobachten zum Beispiel die Entwicklung von Milchpreisen, analysieren Marktberichte oder verfolgen Informationen zu Wettbewerbern. Doch damit stellt sich schnell eine entscheidende Frage: Wo kommen all diese Informationen eigentlich zusammen?
Ein Beispiel aus dem Alltag ist unser zentrales Milchpreisreporting. Seit dem vergangenen Jahr stellen wir diese Informationen über die SAP Analytics Cloud (SAC) bereit – eine Plattform für Reporting, Planung und Analysen. Dort werden relevante Marktdaten gebündelt und übersichtlich dargestellt. Statt mehrere Dateien durchsuchen zu müssen, lassen sich die wichtigsten Kennzahlen heute auf Knopfdruck abrufen.
Man kann sich das ein wenig wie in einer Molkerei vorstellen. Aus der angelieferten Rohmilch entsteht nicht direkt der fertige Joghurt. Die Milch wird gesammelt, geprüft und verarbeitet, bevor daraus ein Produkt entsteht, das schließlich im Kühlregal landet.
Mit Daten ist es ähnlich. Auch sie müssen zunächst zusammengeführt, geprüft und aufbereitet werden, damit daraus verlässliche Informationen entstehen. Der Unterschied zu früher liegt vor allem in der Geschwindigkeit und Qualität. Viele Datenströme laufen heute automatisiert im Hintergrund. Berichte können deutlich schneller erstellt werden, und alle arbeiten mit denselben, konsistenten Zahlen. Unterstützt wird dies mittlerweile durch das GBS, Global Business Services. Dabei werden Stammdatenprozesse zentral gebündelt, wichtige Informationen zu Kunden und Materialien an einer Stelle gepflegt und die Datenqualität auch fortlaufend sichergestellt.
Das zeigt sich auch ganz konkret im Alltag bei DMK. Wenn sich etwa Marktpreise verändern oder neue Wettbewerbsinformationen verfügbar sind, können diese heute deutlich schneller in das zentrale Reporting einfließen. Entscheider sehen Entwicklungen früher und können schneller reagieren – etwa bei Preisstrategien, Marktbewertungen oder Planungen. Der eigentliche Vorteil liegt also nicht nur darin, dass Zahlen schneller verfügbar sind. Sondern darin, dass sie verlässlich, vergleichbar und für alle transparent sind. Oder anders gesagt: Data Management sorgt bei DMK dafür, dass aus vielen einzelnen Datenpunkten ein klares Gesamtbild entsteht – und damit eine bessere Grundlage für Entscheidungen.