Vor zehn Jahren war Entwicklung vor allem eine Frage des Aufstiegs. Wer eine Stelle wollte, fragte nach der nächsten. Heute fragen Bewerber zuerst: Was macht dieses Unternehmen? Wofür steht es? Kann ich mich damit identifizieren? Das klingt weicher, ist es aber nicht. Es ist präziser. Die Generation, die jetzt zu uns kommt, hat hohe Ansprüche an Haltung, Flexibilität und Sinn. Und sie googelt vorher, schaut auf Instagram, liest Bewertungen. Wer da nicht authentisch ist, fällt schnell auf.
Sie wollen wissen, ob ihre Arbeit etwas bedeutet. Nicht im großen philosophischen Sinne, sondern ganz praktisch: Macht das, was ich hier tue, irgendeinen Unterschied? Bei DMK ist die Antwort darauf greifbar. Wir versorgen Menschen täglich mit Lebensmitteln – Milch, Käse, Joghurt – Produkte, die in jedem Kühlschrank stehen. Das ist kein abstraktes Versprechen, das ist Alltag. Für viele junge Menschen ist das relevanter als ein Firmenauto oder ein Obstkorb im Büro.
So ein Satz funktioniert nur, wenn er auch stimmt. Und bei DMK stimmt er. Was mich wirklich freut: Wir bekommen von neuen Mitarbeitenden immer wieder zurückgemeldet, dass das Bild, das wir im Vorstellungsgespräch vermitteln, sich im Arbeitsalltag bestätigt. Das ist das schönste Kompliment, das wir bekommen können und gleichzeitig der härteste Maßstab, an dem wir uns messen lassen müssen.
Vor zwanzig Jahren haben Auszubildende Höfe gefegt und Botendienste übernommen. Aufgaben, auf die sonst niemand Lust hatte. Der Ton war autoritär, das Duzen undenkbar. Heute erlebe ich unsere Azubis als Menschen, die Ideen mitbringen und den Mut haben, sie zu äußern. Eine Auszubildende hat im Rahmen ihrer Abschlussarbeit unseren Recruitingprozess optimiert: Sie hat einen manuellen Schritt identifiziert, bei dem Vertragsdaten per Hand in eine Word-Datei getippt und weitergemailt wurden, fehleranfällig und zeitintensiv. Sie hat mit unserem IT-Support eine automatisierte Lösung entwickelt. Wir können uns heute nicht mehr vorstellen, es anders zu machen. Definitiv können Auszubildende sehr schnell sehr viel bewegen bei DMK.
Ja. Und das ist kein Einzelfall. Wir sehen, dass die Zahl interner Bewerbungen in den letzten Jahren stark gestiegen ist – weil die Menschen merken, dass Bewegung möglich ist. Ein Kollege hat in der Personaladministration angefangen und leitet heute IT-Projekte. Eine Kollegin in meinem eigenen Team wollte etwas Neues lernen – gemeinsam haben wir daran gearbeitet, dass sie sich zur HR-Business-Partnerin entwickeln konnte. Es war nicht einfach, eine gute Mitarbeiterin abzugeben. Aber ich war stolz. Das ist für mich Führung.
Beides. Aber vor allem: Persönlichkeit. Unser Programm StepUp hat Mitarbeitende begleitet, die als Fachkraft gestartet sind und heute ein Werk leiten. Manchmal passen die Qualifikationen auf dem Papier nicht hundertprozentig – wir geben trotzdem die Chance. Weil Persönlichkeit wichtiger ist als der perfekte Lebenslauf.
Meine Mutter hat zu der Zeit, als wir Kinder waren, in Teilzeit gearbeitet – nicht, weil sie es wollte, sondern weil es keine andere Möglichkeit gab. Das Rollenverständnis war ein anderes, die Strukturen fehlten. Heute hat DMK in der Verwaltungszentrale ein Eltern-Kind-Büro, das von Müttern und Vätern gleichermaßen genutzt wird, wenn die Betreuung ausfällt. Homeoffice ist kein Ausnahmefall mehr, sondern ein Werkzeug. Meine Tochter plant sich in den Ferien regelmäßig einen Tag ein, an dem sie mich zur Arbeit begleitet. Sie liebt das Gebäude, sie liebt die Currywurst mit Pommes zum Mittagessen. Und wo der Eisschrank in der Office-Küche steht, weiß sie inzwischen auch ziemlich genau.
Jemanden, der Lust hat, das Unternehmen mitzugestalten, und nicht nur einen Job nach Vorschrift zu machen. Wir brauchen Menschen mit Ideen und dem Mut, sie auch durchzusetzen. Das fängt bei den Azubis an und hört bei der Führungskraft nicht auf. Es braucht Geduld, um sich in einem Unternehmen weiterzuentwickeln und auch mal zähere Phasen mitzumachen, ohne dabei gleich in den Fluchtmodus zu kommen und den Arbeitgeber wechseln zu wollen. Doch diese Geduld bringen Nachwuchskräfte auf. Das merke ich. Sie sehen das große Ganze, ihre persönlichen Perspektiven im Unternehmen und die Möglichkeit zu wachsen. Das ist ein enormer Ansporn.