Wie MILRAM Verpackungen smarter macht – und warum die Trennung zählt
Es beginnt beim Design und endet bei der Entsorgung. MILRAM reduziert den Materialaufwand, erhöht die Recyclingfähigkeit – und zeigt, wie leere Verpackungen richtig getrennt werden.

Recycling ist in Deutschland kein Zufall, sondern streng geregelt: Der gesetzliche Mindeststandard bestimmt, welche Verpackungen verwertbar sind und welche nicht – jedes Jahr aufs Neue und mit neuem Regelwerk. Für MILRAM ist das der Ausgangspunkt einer kontinuierlichen Optimierung. Besonders deutlich wird das am neuen 185-Gramm-Becher für Frühlings- und Gewürzquark. Seit Mai 2024 im Einsatz, kommt er mit 25 Prozent weniger Kunststoff aus – ein Einsparpotenzial von rund 175 Tonnen im Jahr. Immerhin: Der Umweltdienstleister Interzero bewertet ihn zudem als „gut recyclingfähig“.  
Ein weiteres großes Projekt ist die MILRAM Käse-SB-Schale. Vom Gesetzgeber als nicht recyclingfähig eingestuft, initiiert MILRAM das qualitativ hochwertige Recycling dieser Art von Schalen. Dazu musste die Ausschreibung für das duale System verändert und ein Partner gefunden werden. Seit 2024 werden erstmals Verpackungen oder Kleidungsstücke aus dem Schalen-Material hergestellt, es ist also nicht nur recyclingfähig, sondern wird auch recycelt.   
Dieses Engagement wird noch ergänzt durch die Reduzierung von Verpackungsmaterial. Die Wiederverschlussdeckel beim Körnigen Frischkäse und beim Frischen Schmand entfielen 2023 – ein Plus von 35 Tonnen Materialersparnis jährlich. Bereits 2022 wurde die Folienstärke der Scheibenkäse-Verpackungen verringert, was weitere 85 Tonnen pro Jahr einspart.  
Doch all diese Fortschritte greifen nur, wenn die Verpackungen vom Konsumenten richtig getrennt und in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gegeben werden – der entscheidende Schritt im Kreislauf. Darum finden sich auf vielen MILRAM-Produkten klare Hinweise zur Entsorgung. Beim Porridge-Becher etwa gehört die Pappbanderole ins Altpapier, der Becher in die Gelbe Tonne – und ganz wichtig: die Platine abgetrennt vom Becher.

MILRAM – Die Timeline zur Recycling-Wende

2020 // Der Neustart.

MILRAM definiert ambitionierte Verpackungsziele: vorzugsweise mindestens 80 Prozent Recyclingfähigkeit, gefolgt von weniger Material und dem Einsatz biobasierter Alternativen. Erstmals werden Recyclingtipps auf den Verpackungen integriert.

2021–2022 // Weniger Deckel, weniger Plastik.

MILRAM streicht Einwegdeckel bei Schmand, Saurer Sahne und Frischkäse. Das spart jedes Jahr rund 39 Tonnen Kunststoff ein. Recyclingfähigkeit und Materialeffizienz rücken spürbar in den Fokus. 

Ende 2023 // Der Wendepunkt bei Käse.

Die PET-Käseschale ist theoretisch recycelbar, wird aber vom System praktisch nicht sortiert – eine Lücke, die MILRAM nicht akzeptiert. Gemeinsam mit Experten wird an einer eigenen funktionierenden Recyclingkette gearbeitet.

Mai 2024 // Ein Meilenstein für den FrühlingsQuark

Die neue Abfüllanlage nimmt den Betrieb auf und bringt erstmals eine wirklich gut recycelbare Verpackung für den FrühlingsQuark. Vorher lag die Recyclingquote praktisch bei null Prozent. 

2024–2025 // Die Käseschale lernt das Recyclen.

Ab 2024 wird erstmals sichergestellt, dass die Menge PET-Schalen, die verkauft wird, auch tatsächlich recycelt wird. Die gesamte Verpackung erreicht rund 75 Prozent Recyclingfähigkeit – die Oberfolie ist der letzte offene Punkt. Ein neues Etikett mit ablösbarem Kleber erleichtert seit Mitte 2025 das Recycling. 

Einfach trennen, einfach helfen. Käseschale und Oberfolie gehören in den Gelben Sack – am besten getrennt. MILRAM sorgt anschließend dafür, dass aus dem Material wieder etwas entsteht.