Manche Dinge kommen unverhofft wie ein Regenguss bei Sonnenschein: So etwas wie die diskriminierenden und fremdenfeindlichen Aussagen zu den MILRAM-Käseverpackungen, auf den kulturell buntgemischte Menschen abgebildet sind, die gemeinsam an einem Tisch sitzen. Eine aus rechten Kreisen inszenierte Scheindebatte um diese Verpackungen hat es aufgedeckt: Teile der Gesellschaft haben Ressentiments gegen Minderheiten. Gleichzeitig schaffte die Käseverpackung aus dem Kühlregal heraus ein Momentum, das DMKs Haltung deutlich machte.
Das Unternehmen beschäftigt Fachkräfte aus 55 Nationen, Minderheiten wie Rollstuhlfahrer, Personen aus der LGBTQ-Gemeinschaft, Menschen mit Migrationshintergrund. Für DMK ist Vielfalt nicht nur menschlich wichtig, sie ist auch ein kreativer Motor für den wirtschaftlichen Erfolg der gesamten Unternehmensgruppe. DMK ist für eine Welt ohne Grenzen und setzt in diesem Bereich ein klares Zeichen. Höchste Zeit, einmal die Minderheiten zu Wort kommen zu lassen.
„Mein Coming-out war lange ein Thema, das ich eher vermieden habe – auch im Arbeitsumfeld. Als ich 2011 meinen Partner heiratete, sprach es sich bei DMK schnell herum. Im eigenen Team wurde ich großartig aufgenommen, aber ich wusste aus Erzählungen, dass in anderen Bereichen nicht immer derselbe Ton herrschte. Ein Satz wie ‚Das sieht man ihm ja gar nicht an‘ zeigt, wie tief Vorurteile manchmal sitzen.
Bei DMK habe ich erlebt, wie wichtig ein direktes Umfeld ist, das respektvoll bleibt – gerade, wenn man sich verletzlich macht. Ich hatte große Angst davor, reduziert zu werden auf ‚den Schwulen‘, doch meine Kolleg*innen haben mich gesehen als das, was ich bin: ein Mensch, ein Teamplayer, ein Kollege.
Nach dem Tod meines Partners 2019 habe ich im Laufen Halt gefunden. Für meinen Marathon ließ ich ein ‚Celebrate Diversity‘-Shirt drucken – auch als Zeichen innerhalb unserer DMK-Welt. Ich wollte zeigen: Vielfalt gehört zu uns, zu unserem Unternehmen, zu unserer Gesellschaft.
Heute sehe ich gesellschaftlich wieder Rückschritte. Genau deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen wie DMK klar Haltung zeigen. Vielfalt ist kein Trend, sondern Grundbedingung für ein gutes Miteinander. Und jeder Beitrag – auch ein Laufshirt – ist ein Schritt in die richtige Richtung.“
„Vielfalt zeigt sich für mich bei DMK besonders in Momenten, in denen Menschen mit unterschiedlichen Perspektiven zusammensitzen. In männerdominierten Führungsrunden verändert sich die Gesprächskultur spürbar, sobald Frauen am Tisch sind. Es wird strukturierter, klarer, und man achtet stärker darauf, echte Lösungen zu finden, anstatt alte Muster abzuspulen.
Bei DMK erlebe ich einen Wandel: Früher waren Führungsteams sehr homogen – männlich, technisch geprägt, langjährig. Heute öffnen wir uns bewusst für unterschiedliche Lebensläufe. Das macht uns stärker.
Natürlich gab es auch Momente, in denen ich mich beweisen musste. Trotz fundierter Vorbereitung wurden Informationen oder Entscheidungen zunächst an männliche Kollegen gerichtet. Mit der Zeit habe ich gelernt, ruhig zu bleiben und klar zu formulieren, was ich sehe – fachlich wie menschlich.
Ausgrenzung bei DMK nehme ich vor allem an kleinen Dingen wahr: wenn jemand übergangen wird, wenn Menschen sich härter beweisen müssen als andere. Deshalb ist es wichtig, hinzusehen. Als Führungskraft trage ich Verantwortung dafür, dass niemand ‚zwischen den Zeilen‘ kleiner gemacht wird.
Frauen rate ich, Mut mitzunehmen, sich ein Netzwerk zu bauen und vor allem: sich nicht zu verbiegen. Bei DMK beginnen wir, Diversität sichtbarer zu leben – und das gelingt nur, wenn jede und jeder in der eigenen Haltung klar bleibt.“
„Der Blick auf Diversität ist bei mir geprägt durch eigene Erfahrungen, die weit vor meiner Zeit bei DMK liegen. Als Kind fühlte ich mich oft ausgegrenzt – und genau dieses Gefühl macht mich heute sensibel für Menschen, die anders wirken oder anders behandelt werden.
In meinem beruflichen Alltag bei DMK erlebe ich Respekt als entscheidenden Faktor. Ich bringe häufig weibliche Perspektiven ein, mache darauf aufmerksam, wie Diskussionen bei Frauen ankommen, wie Kommunikation wirken kann – und stoße dabei auf Offenheit. Das ist nicht selbstverständlich, besonders in einer Branche, die traditionell männlich geprägt ist.
Auch wenn ich im Unternehmen nie das Gefühl hatte, mich nur als Frau durchsetzen zu müssen, begegnet mir außerhalb der DMK-Welt immer wieder Skepsis: Auf Veranstaltungen wurde ich anfangs eher als Begleitung wahrgenommen, nicht als Entscheiderin. Solche Erfahrungen zeigen, wie wichtig es ist, dass Unternehmen wie DMK sichtbar machen, dass Führungsverantwortung nicht an Geschlecht gebunden ist.
Ein großer Schritt war für mich, anzuerkennen, dass ich mich selbst lange unterschätzt habe – etwa weil ich kein Studium habe. DMK hat mir gezeigt, dass Leistung, Haltung und Kompetenz mehr zählen als formale Kriterien.
Vielfalt ist für mich kein Sonderthema, sondern Teil einer modernen Arbeitskultur. Und ich setze mich bei DMK dafür ein, dass wir weiterhin Räume schaffen, in denen unterschiedliche Stimmen gehört werden – nicht aus Pflicht, sondern aus Überzeugung.“
„Mein Weg zu meiner Geschlechtsidentität hat mich geprägt – und er hat mich gelehrt, wie wertvoll es ist, wenn ein Unternehmen nicht wegschaut, sondern still und selbstverständlich unterstützt.
Die Geschlechtsumwandlung zum Mann war teuer, schwer und voller Unsicherheiten. Zwei Gutachter sollten über mein Leben urteilen, und jedem ihrer Worte haftete Macht an. Der Moment, als einer von ihnen meine Kinderfotos sah und meinte, er habe nie so einen klaren Fall erlebt, war für mich ein Wendepunkt.
Bei DMK wurde mein Thema nicht breitgetreten. Niemand hat mich in eine Schublade gesteckt oder als Projekt betrachtet. Ich wurde als Kollege gesehen – und als Mensch. Einige Führungskräfte haben mich damals finanziell unterstützt, damit ich das Gerichtsverfahren überhaupt stemmen konnte. Diese Unterstützung war nicht laut, aber sie war essenziell.
Heute wünsche ich mir, dass ich an meiner Arbeitsleistung gemessen werde und nicht an meiner Vergangenheit. Ich genieße die Normalität bei uns im Labor. Die meisten Kolleg*innen begegnen mir offen. Manche sind überrascht, dass ich ‚einfach normal‘ bin. Aber genau darin liegt ja die Wahrheit: Normalität entsteht, wenn man Menschen lässt.
Für DMK wünsche ich mir, dass wir weiter offen bleiben für Geschichten wie meine, aber auch für alle anderen, die ihren eigenen Weg suchen. Vielfalt wirkt dann am stärksten, wenn sie uns nicht trennt, sondern verbindet.“
„Ich war das einzige dunkelhäutige Kind in meinem Ort – ohne zu wissen, dass das ungewöhnlich war. Meine Integration verlief nahtlos, über Sport, Schule, Freunde. Vielleicht ist Vielfalt deshalb für mich etwas, das man lebt und nicht diskutiert.
Bei Sunval in der DMK-Gruppe arbeite ich heute in einem Team, das so bunt ist, wie ich es mir als Kind gewünscht hätte: Die Mitarbeiter*innen mit ihren ganz unterschiedlichen Lebenswegen kommen aus verschiedenen Ländern, Altersgruppen, Religionen. In den allermeisten Situationen spielt meine Hautfarbe keine Rolle. Was zählt, ist, wie wir miteinander arbeiten.
Gerade in einem körperlich anstrengenden Bereich sehe ich aber auch Herausforderungen. Wenn Kolleg*innen oft ausfallen, steigt die Belastung für die anderen. Equity oder Gerechtigkeit bedeutet für mich, Lasten fair zu verteilen – ohne jemanden an den Rand zu drängen. Auch das ist am Ende Vielfalt – je nach Schweregrad die Aufgaben fair zu verteilen.
Was mir in puncto Diversität zu unserem Unternehmen noch auffällt: In Gesprächen treten Männer oft dominanter auf. Frauen haben manchmal Hemmungen, sich einzubringen, obwohl sie genauso viel zu sagen haben. Für ein Unternehmen wie DMK ist es wichtig, bewusst Räume zu schaffen, in denen jede Stimme zählt.
Was ich über DMK sage: Perfekt ist niemand, aber wir bewegen uns in die richtige Richtung. Und wir sollten uns trauen, darüber zu sprechen. Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Gräben tiefer werden, ist ein Unternehmen, das Vielfalt lebt, ein wichtiger Gegenpol.“
„Der Anfang bei DMK hat mir gezeigt, wie viel ein einzelner Moment verändern kann. Als Mutter zweier kleiner Kinder und in Teilzeit wurde mir oft vermittelt, dass ich beruflich nicht die erste Wahl bin. Viele Unternehmen setzen auf Vollzeitleistung – alles andere gilt als Kompromiss.
Im Vorstellungsgespräch bei DMK ist diese Sorge in Sekundenschnelle verpufft. Meine zukünftige Chefin entschuldigte sich dafür, dass ihr Handy auf dem Tisch lag – sie müsse auf die Kinder achten. Dieser ehrliche Umgang mit der Realität hat mich sofort abgeholt. Es war das erste Mal, dass das Muttersein nicht der pinke Elefant im Raum war, sondern einfach, wie selbstverständlich, von mir miterzählt werden konnte.
DMK hat mich eingestellt, obwohl ich ‚nur‘ 30 Stunden arbeite. Heute merke ich täglich, wie selbstverständlich Vereinbarkeit hier gelebt wird. Meine Chefin achtet darauf, dass die Last im Team realistisch verteilt bleibt, und fragt nach, wenn es eng wird. Viele Kolleg*innen haben Kinder – das schafft Verständnis, das man nicht spielen kann.
Gleichzeitig erlebe ich Vielfalt bei DMK im internationalen Umfeld jeden Tag: verschiedene Kulturen, unterschiedliche Arbeitsweisen, neue Perspektiven. Das fordert, aber es bereichert auch. Und es zeigt, dass DMK Vielfalt nicht nur kommuniziert, sondern lebt.
Mir ist wichtig, die Stimme zu erheben, wenn Gespräche abrutschen oder Vorurteile laut werden – auch im privaten Umfeld. Menschen vergessen leicht, dass ich wegen meiner Hautfarbe selbst Ziel mancher dieser Urteile sein könnte.
Für die Zukunft wünsche ich mir, dass wir bei DMK weiter hinschauen: Gehälter, Führung, Barrieren. Und dass wir auch darüber sprechen, wenn wir Dinge gut machen. Vielfalt ist kein Projekt – es ist eine Haltung, die jeden Tag gelebt wird. Und ich bin stolz, Teil davon zu sein.“
„Für meinen Hof ist es wichtig, Mitarbeitende unterschiedlicher Nationalitäten einzubeziehen, weil es in erster Linie um eine zuverlässige Arbeitserledigung geht. Entscheidend ist für mich, dass die Beschäftigten motiviert sind und gut mit den Tieren umgehen – ihre Herkunft spielt am Ende keine Rolle. Ich habe über die Jahre gelernt, dass Vielfalt kein Selbstzweck ist, sondern eine notwendige Voraussetzung, um den Betrieb stabil führen zu können. Auf meinem Hof leben und arbeiten drei Kirgisen und eine Melkerin aus Uganda, davon zwei mit ihrer Familie.
Die Zusammenarbeit funktioniert nach dem Grundsatz: ‚So wie man in den Wald hineinruft …‘. Wenn ich meinen Mitarbeitenden respektvoll begegne und klare Strukturen schaffe, bekomme ich dieselbe Haltung zurück. Eine gute Unterbringung gehört für mich selbstverständlich dazu. Ich achte darauf, dass die Beschäftigten in ordentlichen Wohngemeinschaften oder – noch besser – in eigenen Appartements mit ausreichend Privatsphäre leben können.
Die sprachliche Integration gelingt meist Schritt für Schritt. Viele entwickeln ihre Deutschkenntnisse durch tägliche Praxis, also durch ‚Learning by doing‘. Über die Zeit sehe ich, wie sicher sie im Umgang mit Sprache, Tieren und Technik werden. Eine der größten Herausforderungen liegt in der Bürokratie. Aber Vielfalt bereichert und gleicht den Aufwand für Visa und Integration aus. Einjährige Agrarpraktika sind vergleichsweise leicht zu organisieren, aber Verlängerungen oder Fachkraftvisa kosten viel Zeit und Nerven. Zudem beobachte ich, dass Behörden mittlerweile zögerlicher bearbeiten.
Besonders bereichernd ist der hervorragende Umgang vieler ausländischer Mitarbeitender mit den Tieren. Gleichzeitig erfordert kulturelle Vielfalt Einfühlungsvermögen. Ich muss sensibel sein, Konflikte früh erkennen und ein respektvolles Miteinander fördern. Inspirierend ist, dass neue Einflüsse den Alltag bereichern – vorausgesetzt, alle begegnen sich mit Wertschätzung.
Ein heterogenes Team erweitert meine Sichtweise. Zwar wird meine Work-Life-Balance durch Bürokratie und Unterbringungsfragen belastet, doch die Zuverlässigkeit motivierter Mitarbeitender gleicht das aus.“
„Seit meinem zwölften Lebensjahr sitze ich infolge eines schweren grippalen Infekts im Rollstuhl. Nach einem langen Krankenhausaufenthalt durfte ich wieder nach Hause, doch sofort stellte sich die Frage, wie es schulisch weitergehen sollte. Mein damaliger Schulleiter wollte mich nicht zurück auf das Gymnasium lassen. Meine Eltern jedoch kämpften mit großer Entschlossenheit dafür, dass ich nicht auf eine Sonderschule wechseln musste. Rückblickend bin ich dankbar, dass heute vieles inklusiver gedacht wird.
Vielfalt ist für mich weit mehr als ein Schlagwort – sie ist ein echter Erfolgsfaktor. Unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Fähigkeiten machen Teams kreativer, lösungsorientierter und resilienter. Genau nach diesem Prinzip wurde auch ich eingestellt: Nicht meine Einschränkung war entscheidend, sondern meine Kompetenzen. Und diese Haltung prägt bis heute unsere Zusammenarbeit.
Als Berufseinsteigerin stand ich vor der Frage, ob ich meine Behinderung im Lebenslauf angeben soll. Viele warnten, es könne ein Nachteil sein. Meine Erfahrung zeigt jedoch das Gegenteil: Ich war transparent – und bei DMK spielte es nie eine Rolle. Meine frühere Führungskraft bestätigte mir sogar kürzlich, dass meine Behinderung bei meiner Einstellung kein Thema war. Gleichzeitig hat das Unternehmen stets pragmatisch reagiert: barrierefreie Einrichtungen, Unterstützung im Werk und Kollegen, die unkompliziert geholfen haben.
Ich weiß aber auch, dass nicht alle Unternehmen so handeln. Berichte über die Umgehung gesetzlicher Quoten und fehlende Teilhabe zeigen, wie viel noch zu tun ist. Umso wichtiger ist es mir, darüber zu sprechen und deutlich zu machen, dass Inklusion funktionieren kann – wenn man sie wirklich will. DMK hat sich sogar verpflichtet, die gesetzliche Quote von fünf Prozent zu übertreffen und sieben Prozent zu erreichen.“
Unerwartet heftige Reaktionen lösten die MILRAM Käseverpackungen im letzten Herbst aus. DMK-Kommunikationschef Oliver Bartelt erklärt, warum der Umgang mit Identität heute so schnell eskaliert – und weshalb klare Werte das Unternehmen erst recht stärken.
Herr Bartelt, die Design-Edition der MILRAM Käseverpackungen sollte eigentlich nur Normalität zeigen. Warum wurde sie politisch so aufgeladen?
Unser Marketing-Team wollte nichts Politisches, sondern Realität abbilden. Aber Identität polarisiert – und im aktuellen Klima besonders stark. Das Edelman Trust Barometer 2025 zeigt ja, wie angespannt die Lage ist: 69 Prozent der Deutschen hegen einen deutlichen Groll gegenüber Regierung und Unternehmen, weil sie glauben, Institutionen handelten eigennützig. 38 Prozent befürworten sogar feindselige Maßnahmen wie Online-Angriffe oder Desinformation, um Veränderungen zu erzwingen – bei den 18- bis 34-Jährigen sind es sogar 59 Prozent. Die Studie spricht von einer „Krise des gesellschaftlichen Grolls“. Gleichzeitig liegt die Angst vor Diskriminierung bei 63 Prozent, ein Rekord. Das erklärt die emotionale Wucht: Vielfalt wird sofort zu einem Identitätsthema. Die Käseverpackung war nicht Ursache, sondern Projektionsfläche.
Wie hat diese Reaktion ihr internes Vorgehen beeinflusst?
Wir waren extrem schnell im Monitoring und hatten die Quelle der Kritik sofort erkannt. Diese Klarheit hat uns stabil gemacht. Wir wussten: Die Empörung hat wenig mit unserem Inhalt zu tun, aber viel mit dem gesellschaftlichen Klima. Sie hat wenig mit den echten Verbrauchern zu tun, aber viel mit politischer Inszenierung. Wir sind stabil geblieben, weil wir unsere Werte kennen – das war entscheidend, daran konnten wir unsere Reaktionen ableiten.
Ihre Landwirte haben trotz Druck klar zur Kampagne gestanden. Hat sich das Bild vom vermeintlich „konservativen Landwirt“ verändert?
Natürlich gab es am Anfang Verunsicherung – soziale Medien wirken oft größer als sie sind. Aber durch transparente Analyse und viel Dialog konnten wir zeigen, woher die Kritik wirklich kam. Das hat Sicherheit geschaffen. Als Genossenschaft kennen wir Kompromisse, aber hier wäre der Rückzug der einfache Weg gewesen. Stattdessen haben wir Mut gewählt. Wer seine Werte kennt, überzeugt auch andere.
Haben Sie in der Branche Rückhalt gespürt?
Punktuell, ja. Aber insgesamt war es im entscheidenden Moment eher leise. Im Nachgang haben viele den Austausch gesucht, auch weil sie von unserem Vorgehen lernen wollten. Wir brauchen viel mehr Vernetzung, um Haltung gemeinsam zu stärken. Innere Klarheit war da unser Kompass.
Hat die Debatte das Image von DMK verändert?
Ja, zum Positiven. Haltung schafft Vertrauen – auch wenn sie polarisiert. Das merken wir bei Kundinnen und Kunden ebenso wie bei Bewerberinnen und Bewerbern. Der Faktor Mensch wird zum USP, zum absoluten Unterscheidungsmerkmal.
Und heute? Würden Sie es wieder tun?
Vielfalt ist für uns kein Marketingthema, sondern ein Spiegel der Realität. Haltung ist kein One-Hit-Wonder. Die positive mediale Resonanz hat uns gezeigt, dass Klarheit wirkt. Wir werden uns also weiter bei unserer Arbeit und bei Entscheidungen von unseren Werten leiten lassen.