„In einem unserer Werkslager herrschte durch viele neue Kollegen, Jobrotation und meine neue Rolle als Teamleiterin Unsicherheit. Es gab zu wenig Rückmeldung, Mitarbeitende wussten oft nicht, was gut lief oder wo sie sich verbessern konnten. Auch die Etiketten auf den Käsekisten bereiteten große Probleme, weil sie schlecht hielten und dadurch Fehler entstanden.“
Lösung: „Wir sprechen Lob und Kritik heute direkter und regelmäßiger an. Shopfloor Board, Jahresgespräche und mehr Austausch im Team unterstützen das. Mitarbeitende und Azubis erhalten gezielteres Feedback. Bei den Etiketten gibt es trotz Tests noch keine zufriedenstellenden Ergebnisse, aber wir bleiben dran und arbeiten an einer Lösung.“
„Durch viele neue Kolleginnen und Kollegen sowie Jobrotation lief das Anlernen unvollständig ab. Aufgaben wurden oft falsch oder nicht vollständig erledigt, meist aus Unwissenheit. Die erfahrenen Mitarbeitenden verloren den Überblick, wem was bereits erklärt wurde.“
Lösung: „Die Teams haben für jeden Bereich gemeinsame Aufgaben- und Hinweislisten erstellt. Diese dienen dem strukturierten Anlernen sowie neuen Mitarbeitenden als klare Orientierung und Gedächtnisstütze.“
„Im Werk Erfurt war der Informationsfluss zwischen den Führungskräften und den Teams nicht klar definiert. Erwartungen waren teils unklar, Anerkennung wurde zu wenig sichtbar ausgesprochen und wichtige Themen versandeten in der täglichen Hektik. Dadurch fehlten Transparenz, Eigenverantwortung und ein gemeinsames Verständnis über Führungsaufgaben. Die Folge: eingeschränkte Beteiligung, weniger konstruktive Diskussionen und ein schwächeres Vertrauensverhältnis.“
Lösung:
„Durch die Einführung strukturierter Kommunikationsformate – tägliche 8-Uhr-Runden, eine wöchentliche 10-Uhr-Führungsrunde sowie feste persönliche Gesprächsfenster für Vorgesetzte – wurde ein klarer und kontinuierlicher Informationsfluss geschaffen. Regelmäßige Einzelgespräche stärkten Vertrauen, Wertschätzung und gegenseitigen Respekt. Die Maßnahmen verbesserten die Erwartungen und die erlebte Anerkennung deutlich. Die Teams beteiligen sich aktiver, diskutieren offener und entwickeln eigenständig passende Kommunikationsformate weiter. Ich gebe bewusst Verantwortung ab und fördere eine Kultur der Transparenz und Selbstorganisation.“